Wer war Mohammed?

Mohammed (Gott segne ihn) wurde um das Jahr 570 n. Chr. in der Stadt Mekka in Arabien geboren. Seine Vorfahren gehen auf den Propheten Ismael, den Sohn Abrahams, zurück (Gott segne sie alle).

 

Von seiner Jugend an war er als rechtschaffener Mensch bekannt. Im Alter von 40 Jahren erschien ihm der Engel Gabriel in einer Höhle, in der er zu meditieren pflegte, und offenbarte ihm, dass er ein Prophet Gottes sei.

 

Die folgenden Offenbarungen Gottes wurden über einen Zeitraum von 23 Jahren herabgesandt und später in Buchform (dem edlen Koran) zusammengetragen.*

 

 

Mohammed und seine Ehefrauen

Als 25-jähriger heiratete der Prophet Mohammed (Gott segne ihn) die 40-jährige Khadidscha - eine angesehene, verwitwete Kauffrau. Bis zu ihrem Tod führten sie eine glückliche und harmonische Ehe.

 

Nach dem Tod Khadidschas ging Mohammed (Gott segne ihn) mit mehreren Frauen eine Ehe ein, wobei nur eine davon zuvor nicht verheiratet gewesen war; alle anderen waren verwitwet oder geschieden. Dass der Prophet die Versorgung dieser verwitweten oder geschiedenen Frauen übernahm, und zwar einschließlich ihrer unmündigen Kinder, spielte eine wesentliche Rolle bei der Heirat.

 

 

Nicht-Muslime kritisieren oft seine Ehe mit der neunjährigen Aischa. Zur damaligen Zeit war es nicht ungewöhnlich, dass Menschen jung heirateten. Im Islam ist ein Mensch mündig, wenn er die Pubertät erreicht hat, so auch Aischa mit ihren jungen neun Jahren.  Einer Ehe muss die Frau in jedem Fall zustimmen. Mohammed (Gott segne ihn) und Aischa hatten eine sehr liebe- und rücksichtsvolle Beziehung zueinander. Aischa genießt als „Mutter der Gläubigen" eine hohe Stellung bei den Muslimen und viele authentische Überlieferungen über das Leben des Propheten stammen von ihr.

 

Dass seine Frauen sämtlich mit dem Propheten Mohammed (Gott segne ihn) zufrieden waren und dass sie trotz zum Teil großer materieller Entbehrungen zu ihm standen und ihn unterstützten, wird als ein Hinweis auf die Prophetenschaft Mohammeds gedeutet.**

 

 

Warum führte der Prophet Mohammed Krieg?

Die damals noch Götzen anbetenden Mekkaner setzten alles daran, die neu entstandene Muslim-Gemeinde in Medina zu vernichten. Das geschah teils in Form kriegerischer Überfälle, teils aber auch durch eine Isolationspolitik. Derart unter Druck geraten, wollten die in Medina lebenden Muslime sich verteidigen und drängten den Propheten Mohammed, gegen die Mekkaner vorzugehen. Dieser ging jedoch solange nicht auf die Forderungen seiner Anhänger ein, bis Gott ihm eine Offenbarung sandte, die es ihnen erlaubte, sich gegen die Aggressoren zu wehren.

 

Bei der Betrachtung der kriegerischen Konflikte, in die Muslime verwickelt waren, ist leicht zu erkennen, dass die muslimische Gemeinschaft als Prinzip den Frieden - nicht den Krieg - verfolgte. Der Prophet Mohammed (Gott segne ihn) ließ z.B. Kriegsgefangene frei, nachdem sie zehn Muslimen das Lesen und Schreiben beigebracht hatten. Mehr noch: er ging auf einen Friedensvertrag zu eigentlich kaum annehmbaren Bedingungen ein; außerdem erließ er nach der Einnahme Mekkas eine Generalamnestie für seine Feinde.

 

Heute wie damals ist Krieg leider eine soziale Realität. Deshalb sind Normen und Regeln auch für Ausnahmesituationen wie die eines Krieges notwendig. Dass selbst unter solchen Umständen ethische Verhaltensweisen möglich und geboten sind, kommt z.B. in der Anweisung des Propheten Mohammed zum Ausdruck, keine Personen anzugreifen, die nicht aktiv am Krieg beteiligt sind. Er ging sogar so weit anzuordnen, dass Muslime auch im Krieg Natur und Umwelt zu schonen haben.**

 

 

(siehe auch: Gewalt und Terrorismus)

* Text entnommen aus: 25 Fragen zum Islam

(Deutschsprachiger Muslimkreis Karlsruhe, Cordoba-Verlag)

Die Broschüre kann man hier lesen.

** Texte teilweise entnommen aus: 25 Fragen zum Propheten Muhammad (s)

(Deutschsprachiger Muslimkreis Karlsruhe, Cordoba-Verlag)

Die Broschüre kann man hier lesen.